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Cabernet Cantor - pilzfeste Sorte

Herkunft:

Cabernet Cantor wurde 1989 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtet und unter der Zuchtnummer FR 523-89 r selektiert. Ziel der Kreuzung war die Kombination der hohen Weinqualität von Cabernet-Typen mit einer möglichst breiten Resistenz gegenüber den wichtigsten Rebkrankheiten. Die Sorte zählt heute zu den modernsten (=resistentesten) Freiburger PIWI-Rotweinsorten.

Kreuzung: Seibel 7053 (Chancellor) X Solaris

Synonyme:

FR 523-89 r

Lageansprüche:

Etwas geringer als Spätburgunder. Die Erntereife wird ca. 1 Woche vor dem Spätburgunder erreicht.

Verbreitung:

Geringe Verbreitung in Deutschland, Polen, Dänemark, Belgien und den Niederlande.

Besonderheiten:

Cabernet Cantor besitzt einen kräftigen Wuchs. Austrieb und Blüte erfolgen wenige Tage vor dem Spätburgunder, die Reife wird etwa eine Woche früher erreicht. Die Winterfrosthärte gilt als gut. Die Sorte zeigt nur eine geringe Neigung zu Verrieseln und Stiellähme. Durch die frühe Reife eignet sie sich auch für kühlere Weinbauregionen.

Die Erträge liegen im mittleren bis hohen Bereich und erreichen etwa 8–11 t/ha

Die Trauben sind mittelgroß und locker aufgebaut. Die Beeren besitzen eine mittlere Größe und eine relativ feste Beerenhaut.

Durch die lockere Traubenstruktur und die gute Beerengesundheit ist die Botrytisanfälligkeit gering. Dies erleichtert insbesondere den Anbau in niederschlagsreichen Jahren.

Der Wuchs kann man gerne als etwas hängend bezeichnen

Weinstil

Cabernet Cantor ergibt tiefdunkle, farbintensive Rotweine mit kräftigem Körper und feiner Tanninstruktur.

Typische Aromen sind:

  • Schwarze Johannisbeere (Cassis)
  • Brombeere
  • Schwarzkirsche
  • Holunder
  • Pflaume
  • schwarze Gewürze
  • feine Kräuternoten

Der Weinstil erinnert häufig an Merlot oder Cabernet Sauvignon, wirkt jedoch früher zugänglich und besitzt eine angenehme Frische. Die Weine eignen sich sowohl für den Ausbau im Edelstahltank als auch für die Reifung im Holzfass.

Resistenz

Peronospora:
niedrigmittelhochsehr hoch
Oidium:
niedrigmittelhochsehr hoch
Botrytis:
niedrigmittelhochsehr hoch

Resistenzloci

Oidium
Schwarzfäule