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Chardonnay

Herkunft:

Chardonnay stammt mit ziemlicher Sicherheit aus dem Burgund, hier entstammt er ist laut neueren DNA Untersuchungen eine Kreuzung aus Pinot und Gouais blanc (=Heunisch).

In Burgund ist er auch heute noch für die großen weißen Burgunder verantwortlich. Auch der Chablis wird

Synonyme:

Blanc De Champagne, Pinot Chardonnay, Pinot de Bourgogne

Lageansprüche:

Chardonnay reif, trotz eines sehr frühen Austriebes (Gefahr von Spätfrösten), später als Weißburgunder und Grauburgunder. Er benötigt deshalb gute Lagen, die auch nicht zu windig sein sollten, da er etwas blühempflindlich ist.

Verbreitung:

Chardonnay ist mit über 200.000 ha eine der weltweit am meisten angebauten Sorten.
In Deutschland sind mittlerweile über 2.000 ha (2017: 1991 ha) mit Chardonnay gepflanzt. Davon die meisten in Rheinland-Pfalz.

Die weltweit starke Verbreitung kommt auch dem Umstand zugute, dass Chardonnay in vielen Klimaten sehr gute Weine hervorbringt. Sie kann auch in warmen, teilweise auch in heißen Klimaten gepflanzt werden, da die Säure lange relativ stabil bleibt.

Besonderheiten:

Chardonnay ist etwas anfälliger als die Burgundersorten für Oidium. Botrytis ist jedoch bei Chardonnay meist kein großes Problem. Die Beerenhaut scheint hier etwas widerstandsfähiger zu sein.

Klone:

Beim Chardonnay gibt es zwei ganz unterschiedliche Typen. Neben den normalen "neutralen Klonen" gibt es auch die "Duft- oder Muskatklone". Die Beeren dieser Klone haben einen teilweise sehr starken Muskatgeschmack.

neutrale Klone

Duftklone

 

geringer Ertrag

mittlerer Ertrag

hoher Ertrag

ENTAV-INRA 548ENTAV-INRA 95Gm 1 / Gm 2 / Gm 3D 258
 ENTAV-INRA 76D 260FR 155
 D 263ENTAV-INRA 121ENTAV-INRA 809
 Gm 50er Klone  
    
    
    
    

ENTAV-INRA 548

Dieser französische Klon ist ein absoluter Qualitätsklon. Ein kleintraubiger Klon, welcher auch sehr locker ist, so dass Botrytis selten ein Thema ist.

ENTAV-INRA 95

Das ist sein sehr weit verbreiteter Klon aus Frankreich. Er wird eher für die Weinproduktion verwendet, findet aber auch bei der Sektbereitung Verwendung. Wer im mittleren Ertragsbereich auf eine gute Weinqualität wert legt, fährt mit dem Klon 95 meist sehr gut.

Geisenheim 50er Klone

Die 50er Klone von Geisenheim, werden auch die Burgunde Typen genannt. Das heißt sie sind eher für die Weinbereitung gedacht.

Diese Klone haben einen geringen Ertrag und etwas geringere Säure als die Sekt-Klone (1 Gm bis 3 Gm), dagegen ist das Mostgewicht höher.

Zu dieser Gruppe gehören folgende Klone:

  • 50 Gm
  • 51 Gm
  • 52 Gm
  • 53 Gm
  • 54 Gm
  • 57 Gm

Hier einige Bilder:

1 Gm / 2 Gm / 3 Gm

Diese 3 Klone sind sogenannte Sekttypen, das heißt sie haben eine hohen Ertrag und eine etwas höhere Säure.

D 258

Der Dreher Klon D 258 gehört zu den Muskattypen. Das bedeutet er hat ein deutliches Muskataroma obwohl es ein richtiger Chardonnay ist. Teilweise wird ein gewisser Anteil dieser Klone zu den neutralen Klonen gepflanzt, um dem Wein etwas mehr Fülle zu verleihen.