Bronner - pilzfeste Sorte

Herkunft:
Bronner wurde 1975 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtet und unter der Zuchtnummer FR 250-75 selektiert. Ziel war die Entwicklung einer Weißweinsorte mit hoher Pilzwiderstandsfähigkeit und einer Weinqualität, die mit klassischen Vitis vinifera-Sorten konkurrieren kann. Die Sorte wurde nach dem Rebenzüchter Johann Philipp Bronner benannt.
Kreuzung: Merzling X Gm 6494 (Zarya Severa X St. Laurent)
Synonyme:
FR 250-75
Lageansprüche:
Bronner bevorzugt warme bis mäßig warme Weinbergslagen. Die gute Holzreife und Winterfrosthärte ermöglichen auch in etwas kühleren Weinbauregionen eine sichere Ausreife. Auf fruchtbaren Standorten kann eine Ertragsregulierung die Weinqualität zusätzlich verbessern.
Verbreitung:
Bronner wird heute in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien sowie zahlreichen weiteren europäischen Weinbauregionen angebaut.
Besonderheiten:
Bronner besitzt einen mittelstarken bis kräftigen, aufrechten Wuchs. Der Austrieb erfolgt mittelfrüh, die Reife liegt etwa im Bereich des Weißburgunders.
Die Sorte liefert regelmäßige mittlere bis hohe Erträge bei guten Mostgewichten und einer harmonischen Säurestruktur. Durch ihre hohe natürliche Widerstandsfähigkeit kann der Pflanzenschutzaufwand gegenüber klassischen Weißweinsorten deutlich reduziert werden.
Die Trauben sind mittelgroß bis groß, locker bis mitteldicht aufgebaut und überwiegend kegelförmig. Die Beeren sind mittelgroß, rund und besitzen eine gelbgrüne bis goldgelbe Schale.
Die lockere Traubenstruktur sorgt für eine gute Durchlüftung und trägt wesentlich zur geringen Anfälligkeit gegenüber Botrytis bei. Die Trauben bleiben auch bei längerer Reife meist gesund.
Weinstil:
Bronner ergibt elegante, fruchtbetonte Weißweine mit feiner Säure und guter Struktur.
Typische Aromen sind:
- Apfel
- Birne
- Zitrusfrüchte
- Aprikose
- Pfirsich
- dezente Kräuterwürze
- gelegentlich nussige und mineralische Noten
Die Weine eignen sich hervorragend für den trockenen Ausbau, entwickeln aber auch mit etwas Flaschenreife zusätzliche Komplexität.












