Cabernet Carbon - pilzfeste Sorte

Herkunft:
Cabernet Carbon entstand am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg im Rahmen der PIWI-Züchtung mit dem Ziel, die Weinqualität klassischer Cabernet-Weine mit einer breiten genetischen Resistenz gegenüber den wichtigsten Pilzkrankheiten zu verbinden.
Kreuzung: Cabernet Sauvignon X (Merzling X (Saperavi severnyi X St. Laurent))
Synonyme:
FR 377-83 r
Lageansprüche:
Cabernet Carbon hat relativ hohe Ansprüche an die Lage, sie bevorzugt warme Weinbergslagen. Durch die etwas frühere Reife gegenüber Cabernet Sauvignon eignet sich die Sorte auch für kühlere Weinbauregionen. Die Erntereife wird ca. 14 Tage nach dem Spätburgunder erreicht.
Auf sehr wüchsigen Standorten kann eine Ertragsregulierung die Weinqualität zusätzlich steigern.
Verbreitung:
relativ gering
Weintyp:
Cabernet Carbon liefert tiefdunkle, farbintensive Rotweine mit kräftigem Körper und einer ausgeprägten Tanninstruktur.
Typische Aromen sind:
- Schwarze Johannisbeere (Cassis)
- Brombeere
- Schwarzkirsche
- Holunder
- Pflaume
- dunkle Schokolade
- schwarzer Pfeffer
- feine Röstaromen bei Holzfassausbau
Die Weine besitzen ein gutes Lagerpotenzial und eignen sich hervorragend für den Ausbau im Barrique.
Besonderheiten:
Cabernet Carbon besitzt einen mittelstarken bis kräftigen, aufrechten Wuchs und entwickelt eine gut strukturierte Laubwand. Austrieb und Blüte erfolgen im mittleren Bereich, die Reife liegt deutlich vor Cabernet Sauvignon und ermöglicht dadurch auch in kühleren Weinbauregionen eine sichere Ausreife.
Die Sorte ist blühempfindlich und liefert deshalb sehr unterschiedliche Erträge. Die Mostgewichte sind regelmäßig gut. Die gute Holzreife und Winterfrosthärte tragen zu einer sicheren Ertragsbildung bei.
Die Trauben sind mittelgroß, locker bis mitteldicht aufgebaut und überwiegend kegelförmig. Die Beeren sind mittelgroß, rund und besitzen eine dunkelblaue bis schwarzblaue Schale. Die lockere Traubenstruktur fördert eine gute Durchlüftung und trägt zu einer geringen Anfälligkeit gegenüber Botrytis bei. Die Trauben bleiben bis zur Lese in der Regel sehr gesund.
Aufgrund eines hohen Magnesiumsbedarf ist eine Blattdüngung mit z.b. Bittersalz sehr zu empfehlen.









