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Bolero

Herkunft:

Bolero wurde Anfang der 1980er-Jahre an der Hochschule Geisenheim gezüchtet und unter der Zuchtnummer Gm 8221-3 selektiert. Ziel der Kreuzung war die Entwicklung einer früh reifenden Rotweinsorte mit guter Weinqualität und erhöhter Widerstandsfähigkeit gegenüber den wichtigsten Rebkrankheiten.

Kreuzung: Gm 6427-5 (RotbergerxReichensteiner) x Chancellor (Seibel 7053)

Synonyme:

Gm 8221-3

Verbreitung:

Da noch sehr neu nur sehr gering.

Besonderheiten:

Bolero besitzt einen eher schwachen bis mittelstarken Wuchs und sollte deshalb bevorzugt auf mittelstark bis stark wachsenden Unterlagen veredelt werden. Der Austrieb erfolgt mittelfrüh, die Reife setzt früh ein und liegt deutlich vor vielen klassischen Rotweinsorten.

Die Sorte liefert regelmäßig mittlere bis hohe Erträge. Dank der frühen Reife eignet sie sich auch für kühlere Weinbauregionen. Die Holzreife ist gut, wodurch die Reben eine ordentliche Winterfestigkeit entwickeln.

Die Trauben sind mittelgroß bis groß, locker aufgebaut und meist kegelförmig. Die Beeren sind mittelgroß, rund und besitzen eine dunkelblaue bis schwarzblaue Schale.

Durch den lockeren Traubenaufbau bleibt die Traubengesundheit meist bis zur Lese erhalten. Die geringe Neigung zu Botrytis erleichtert den Anbau insbesondere in niederschlagsreichen Jahren.

 

Resistenz

Peronospora:
niedrigmittelhochsehr hoch
Oidium:
niedrigmittelhochsehr hoch
Botrytis:
niedrigmittelhochsehr hoch

Resistenzloci

Oidium