Felicia - pilzfeste Sorte

Herkunft:
Felicia wurde 1984 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof gekreuzt. Nach langjähriger Selektion und Prüfung wurde die Sorte im Jahr 2000 zum Sortenschutz angemeldet und erhielt diesen 2004. Die Anmeldung zur Sortenliste erfolgte 2015; Ende 2020 wurde Felicia schließlich als Rebsorte zugelassen.
Beide Eltern bringen Resistenzmerkmale in die Kreuzung ein. Sirius ist eine Geilweilerhof-Züchtung aus Bacchus × Villard blanc, während Vidal blanc auf eine Kreuzung aus St. Emilion × Rayon d'Or zurückgeht.
Kreuzung: Sirius x Vidal blanc
Synonyme:
Gf 84-027-285
Lageansprüche:
Die Lageansprüche von Felicia sind relativ gering, sie sind mit dem Müller-Thurgau vergleichbar.
Verbreitung:
Felicia wurde erst 2020 in die Sortenliste in Deutschland eingetragen. Sie ist deshalb noch nicht sehr verbreitet.
Besonderheiten:
Felicia fällt im Weinberg durch ihre auffallend glänzenden Blätter auf. Der Wuchs ist nicht vollständig aufrecht, wodurch die Heftarbeiten etwas aufwendiger sein können. Die Sorte besitzt eine hohe Fruchtbarkeit und bildet häufig drei bis vier Trauben je Trieb, wodurch ein vergleichsweise hohes Ertragsniveau erreicht werden kann.
Die Trauben sind groß und charakteristisch lockerbeerig. Die Beeren können aufgrund ihrer Größe und ihres Geschmacks auch direkt verzehrt werden. Durch den lockeren Aufbau der Trauben trocknen diese gut ab und sind vergleichsweise wenig empfindlich gegenüber Botrytis.
Weinstil:
Die Weine sind überwiegend leicht, feinfruchtig und harmonisch. Das Bukett wird vom JKI insbesondere mit grünem Apfel, Aprikose und Banane beschrieben. Je nach Jahrgang kann zusätzlich ein dezenter Muskatton auftreten. Die Säure bleibt eher im Hintergrund und wirkt harmonisch. Aufgrund ihres zurückhaltenden, feinfruchtigen Charakters eignet sich Felicia sowohl für den sortenreinen Ausbau als auch sehr gut als Partner in Weißwein-Cuvées.












