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Ren3 (Resistance to Erysiphe necator 3)


Ren3
Resistance to Erysiphe necator 3
Krankheit
Oidium (Echter Mehltau)
Erreger
Erysiphe necator
Chromosom
15
Herkunft
Vitis cinerea
Resistenztyp
Quantitative Resistenz
Schutzwirkung
mittel bis hoch
Kombiniert mit
Ren9

Ren3 ist ein Resistenzlocus gegen den Echten Mehltau (Oidium) der Weinrebe. Der Locus trägt dazu bei, den Befall durch den Pilz Erysiphe necator zu verringern. Seine Wirkung ist jedoch nur teilweise: Ren3 verhindert eine Infektion nicht vollständig, sondern verlangsamt vor allem die Entwicklung und Ausbreitung des Erregers.

In modernen PIWI-Rebsorten ist Ren3 weit verbreitet. Besonders wertvoll ist der Locus in Kombination mit weiteren Oidium-Resistenzloci, da mehrere Resistenzmechanismen zusammen eine deutlich stabilere Widerstandsfähigkeit gegen Oidium ermöglichen können.

Herkunft

Ren3 wurde in der Sorte Regent kartiert. Nach der VIVC-QTL-Datenbank stammt der Resistenzlocus ursprünglich von Vitis cinerea. Über komplexe Kreuzungsprogramme gelangte der Locus in zahlreiche moderne PIWI-Rebsorten und zählt heute zu den wichtigsten Resistenzquellen gegen Oidium.

Wirkungsweise

Ren3 vermittelt eine quantitative Resistenz. Der Erreger kann die Pflanze weiterhin infizieren, seine Entwicklung wird jedoch gehemmt. Die Rebe reagiert mit natürlichen Abwehrmechanismen, welche das Wachstum des Pilzes sowie die Bildung neuer Sporen einschränken. Dadurch entwickelt sich der Befall in der Regel langsamer und weniger stark als bei anfälligen Rebsorten.

Resistenzwirkung

Ren3 bietet eine gute, jedoch keine vollständige Oidiumresistenz. Unter hohem Infektionsdruck kann es weiterhin zu einem Befall kommen. Deshalb wird Ren3 in der modernen Rebenzüchtung häufig gemeinsam mit weiteren Resistenzloci, insbesondere Ren9, eingesetzt.

Verbreitung in Rebsorten

  • Regent
  • Cabernet Blanc
  • Cabernet Cortis
  • Calardis Blanc
  • Souvignier Gris
  • Satin Noir

Quellen